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Auswirkungen und Widerstandsfähigkeit im Zusammenhang mit Trockenheit: das Unsichtbare sichtbar machen (“DRIeR”)

Zusammenfassung
 

Der Klimawandel wird in Zukunft vermutlich zu häufigeren und intensiveren Trockenheitsereignissen in vielen Gegenden der Welt führen. Ereignisse wie der sehr heiße und trockene Sommer 2003 machen die Entwicklung von Strategien, die sich mit Trockenheit und deren Folgen auf Umwelt und Gesellschaft auseinandersetzen, notwendig. Das Projekt DRIeR schafft ein einzigartiges und interdisziplinäres Netzwerk das Wissenschaftler und Interessensvertreter einer großen Bandbreite hydrologisch interessierter Branchen verbindet, die sich zum Ziel gesetzt haben: - die Auswirkungen von Trockenheit zu erforschen und einem breiten Spektrum an Führungskräften die Sicht auf interdisziplinäre Trockenheitsforschung zu ermöglichen; und - die Forschung und den Wissensaustausch über zukünftige Gefahren und Risiken von Trockenheit in Baden-Württemberg weiterzuentwickeln. Wissenschaftler aus Hydrologie, Klimageschichte, Waldbau, Pflanzenökologie, Geografie, Recht und Umweltpolitik verknüpfen ihre wissenschaftlichen Denkansätze, um den Einfluss von Trockenheit, sowie die Prozesse welche deren Folgen hervorrufen, intensivieren oder mildern, zu erforschen. Der Leitgedanke von DRIeR wird sein, aus der Vergangenheit zu lernen um die Gegenwart verstehen und die Zukunft handhaben/managen zu können (um auf die Zukunft vorbereitet zu sein). Innerhalb des DRIeR Netzwerks liegt der Focus unseres Teilprojektes darauf, die Einflüsse von Trockenheit auf Eichenwälder (Quercus robur L.) zu untersuchen. In Europa ist Quercus robur häufig Bestandteil feuchter Niederungen in der Nähe von Bächen und Flüssen. Dieses natürliche Verbreitungsgebiet von Wäldern die von Eichen dominiert werden, stimmt mit den Flächen überein, die zunehmend unter dem Nutzungsdruck der wachsenden Bevölkerung stehen (z.B. Grundwasserentnahme und hydromechanische Maßnahmen der Intensivlandwirtschaft und Bewässerung, Trinkwasserentnahmen ect.). Zudem wurden in den vergangenen Jahrzenten wiederholt Vitalitätsverluste und das Absterben ganzer Eichenbestände beobachtet. Diese werden einem komplexen Zusammenwirken von biotischen und abiotischen Faktoren zugeschrieben. Daher beabsichtigen wir, die Auswirkungen anderer Stressfaktoren – wie zum Beispiel Gradationen laubfressender Insekten, die in Wechselwirkung mit Trockenheit stehen – auf das Wachstum und die Mortalität von Eichen zu untersuchen. (Diese können sich negativ auf die Gesundheit des Waldes und das Überleben von Bäumen auswirken.) Unsere Studie wird in Waldbeständen durchgeführt werden, in denen die Entnahme von Grundwasser oder andere hydrotechnische Maßnahmen zu dauerhaft abgesenkten Grundwasserständen geführt haben. An solchen Standorten sind Waldbestände und Bäume bereits anhaltend trockenen Bedingungen ausgesetzt – eine Situation die mit den für die Zukunft prognostizierten Bedingungen vergleichbar ist. Dieses natürliche Experiment ermöglicht uns sowohl die Auswirkungen von langfristigem Wassermangel, als auch von einzelnen extreme Trockenereignissen auf das Wachstum und die Mortalität von Eichen zu untersuchen. Wir werden Jahrringanalysen, holzanatomische Messungen und die Analyse von stabilen Holzisotopen verwenden, um einen Rückblick auf die Auswirkungen von Trockenheit auf Eichen zu erhalten.

 
Projektleitung:Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Dr. Julia Sohn
Projektbearbeitung:Georgios Skiadaresis
Finanzierung:MWK Baden-Württemberg
Laufzeit: 2016 -  2020
Partner:

 

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