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Kann die Trockenstresstoleranz von Buchen über Durchforstungseingriffe erhöht werden?

abgeschlossen 05/2016

 Zusammenfassung

Bäume mit größerem Standraum und damit höherem Zugriff auf Bodenressourcen können Trockenstress möglicherweise besser durchstehen als Bäume mit geringem Standraum. Hier wurde der Einfluss von Standraumerweiterung auf die Trockenheitstoleranz oberständiger Einzelbäume in Buchenbeständen anhand dendro-ökologischer Methoden untersucht. Neben dem Einfluss der Intensität der Durchforstungseingriffe standen die Dauer, mit der etwaige positive Effekte der Durchforstung anhalten und der mögliche Einfluss des Standortes auf diese Effekte im Fokus der vorliegenden Studie.

Hierfür wurden in zwei Wuchsgebieten Baden-Württembergs Jahrring- und Bodenproben von unterschiedlich intensiv durchforsteten Buchenbeständen analysiert. In beiden Wuchsgebieten wurden zwei Standorte beprobt, auf denen jeweils zwei in Deutschland praktizierte Durchforstungskonzepte umgesetzt worden waren. Diese sind jeweils für die Optimierung der Wert- (Durchforstung nach Altherr) bzw. Volumenleistung (Durchforstung nach Assmann) von Buchen-Beständen entwickelt worden und unterscheiden sich in der Intensität ihrer Durchforstungseingriffe.

Mittels Bootstrapp-Korrelationen wurde der Einfluss von Durchforstungsarten, Wuchsgebieten und Stammhöhen auf die Klimasensitivität der Jahrringchronologien getestet. Mittels Varianzanalysen, Generalisierten Linearen Modellen (GLM) und Gemischten Linearen Modellen (LMM) wurden die Jahrringdaten auf Unterschiede in den Trockenstress-Reaktionen zwischen den Durchforstungsvarianten, den Standorten, dem Zeitraum zwischen Durchforstung und Trockenstress, dem Bestandesalter und der Intensität der Trockenheit untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Durchforstungseingriffe sich grundsätzlich positiv auf die Erholung des radialen Zuwachses nach Trockenjahren auswirken, wobei keine signifikanten Unterschiede zwischen den untersuchten Durchforstungsvarianten festgestellt werden konnten. Die Korrelationsanalysen ergaben, dass die nach Altherr durchforsteten Buchenbestände grundsätzlich weniger witterungssensitives Radialwachstum zeigten als die nach Assmann behandelten Bestände. Die Korrelationsanalysen zeigten auch, dass das Radialwachstum in Brusthöhe ein geeigneter Proxy für die Abschätzung witterungs- und trockenheitsbedingter Zuwachssignale in den untersuchten Buchenbeständen darstellt.

 

  
Team:Prof. Dr. Jürgen BauhusDr. Martin Kohler, Dr. Julia Sohn, Magdalena Gerhardt
Finanzierung:Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Laufzeit:01.09.2014 – 31.05.2016
Partner:
  
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