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KlimaQuer: Erhalt trockenstresstoleranter und biodiverser Wälder mittels natürlicher Verjüngung der Traubeneiche (Quercus petraea)

Die prognostizierten Häufungen von Trockenperioden und Witterungsextremen als Folge des globalen Klimawandels lassen Stabilitäts- und Vitalitätseinbußen mitteleuropäischer Wälder erwarten. Dementsprechend sind an vielen Standorten waldbauliche Anpassungsmaßnahmen nötig, die das Vorkommen und die Verbreitung trockenheitstoleranter Baumarten gewährleisten. Insbesondere die Traubeneiche wird in diesem Zusammenhang als Baumart der Zukunft gesehen. Die Verjüngung der Traubeneiche ist jedoch häufig mit erheblichen waldbaulichen Herausforderungen und Kosten verbunden. Dazu gehören die Konkurrenz schattentoleranter Begleitbaumarten, Wildverbiss und ein hoher Pflegeaufwand.

Das Ziel des Projekts ist, der waldbaulichen Praxis Empfehlungen bezüglich der Mindestgröße von Kronendachöffnungen sowie über Zeitpunkt und Umfang von Pflegemaßnahmen in von Eichen dominierten Mischwäldern zu geben. Diese Anleitungen sollen die dauerhafte Etablierung einer von Traubeneichen dominierten Verjüngung gewährleisten. Hierdurch soll die natürliche Verjüngung der Traubeneiche bei Ausnutzung natürlicher Prozesse zu vertretbaren Kosten ermöglicht und dadurch der derzeitige Eichenanteil gehalten und ausgebaut werden.

Im Rahmen des Projektes werden über einen repräsentativen Standortsgradienten hinweg mittels lichtökologischer Messmethoden Wachstum und Konkurrenzfähigkeit der Traubeneichenverjüngung in Abhängigkeit von der verfügbaren Strahlung untersucht. Zudem wird ein Zusammenhang zwischen Höhenwachstum und Vitalität der Eichenverjüngung und der Größe von waldbaulich geschaffenen Kronendachöffnungen hergeleitet. Der wissenschaftliche Mehrwert des Forschungsvorhabens liegt insbesondere in der Darstellung des Eichenverjüngungsprozesses über einen möglichst großen Strahlungsgradienten (Lichtverfügbarkeit) hinweg; der Quantifizierung der Konkurrenzvegetation über mehrere Entwicklungsstadien der Verjüngung; der Analyse der Bedeutung von Lichtflecken für die Eichenverjüngung sowie der Reaktionsfähigkeit des Wurzelwachstums nach Freistellung.

 

 

Projektleitung:Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Dr. Patrick Pyttel
Partner:Prof. Dr. Ulrich Kohnle, FVA Baden-Württemberg, Abteilung Waldwachstum
Projektbearbeitung:Tobias Modrow
Finanzierung:Waldklimafonds
Förderzeitraum:04/2019-09/2022

 

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